Sparring, Teil 2

Wir werden häufig gefragt, warum wir unser bevorzugtes Interaktionsformat Sparring und nicht Coaching nennen. Kurz gesagt liegt das vor allem daran, dass mit Coaching oft ein Mangel assoziiert wird: Ich kann etwas nicht ausreichend, ich drehe mich im Kreis, ich weiß nicht, was ich tun soll und bin deshalb auf die Hilfe anderer angewiesen. Das weckt zuweilen unangenehme Gefühle von Abhängigkeit oder sogar Minderwertigkeit, die sich schlecht mit dem Selbstbild vieler Fach- und Führungskräfte vertragen. Darüber hinaus haben gerade Manager:innen ihre Schwierigkeiten mit dem populären Ansatz, dass „echtes“ Coaching primär Hilfe zur Selbsthilfe bedeutet. Wieso sollten sie professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen, wenn sie die Lösung ihrer Probleme ohnehin allein finden müssen?
Sparring betont hingegen, dass die Partnerinnen einander von Anfang an auf Augenhöhe begegnen, auf gleichwertige Expertisen bauen können und gemeinsam nach Synergien suchen. Das inkludiert, dass unsere Sparringspartner:innen auch fachlichen Support und konkrete Ratschläge bekommen. Die Grundidee ist eben, sowohl die jeweiligen Problemstellungen gemeinsam zu erkunden als auch mögliche Lösungswege ko-kreativ auszuarbeiten, ohne deswegen gleich ins Fahrwasser der traditionellen Fachberatung abzugleiten.
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