Was bin ich?

„Was bin ich?“ hieß die legendäre Quiz-Sendung, in der Robert Lembke bis Ende der 1980er Jahre zum heiteren Beruferaten einlud. In letzter Zeit stolpere ich wieder über ähnliche Grundfragen: Wie kann ich meine eigene Profession kurz und bündig erklären? Womit läßt sie sich am ehesten vergleichen? Und worauf würde ich bei Lembke mit Ja oder Nein antworten? Das sind natürlich altbekannte Fragen und dazu gibt es auch einige, gewissermaßen vorbildliche Antworten:
der Hansdampf in vielen Organisationsgassen, der sich chamäleonartig zwischen den verschiedensten Kontexten und Rollen bewegt;
der Detektiv, der undurchsichtige Zusammenhänge aufzuklären hat und dabei doch niemals nach Tätern fahndet, sondern nach Systemen;
der Puzzle-Spieler, der Stück für Stück geduldig kombiniert, bis sich allmählich ein größeres Bild zeigt;
der Anwalt guter Praktiken, die zum Wohle des Unternehmens und der Mitarbeiter:innen eingesetzt werden;
der Beichtvater, der die Sehnsüchte, Wünsche und Ängste seiner Sparringspartner:innen kennt;
der Arzt, der Organisationen auf Herz und Nieren untersucht und dann eine angemessene Behandlung empfiehlt (sich manchmal aber als waschechter Quacksalber entpuppt);
der Zauberer, der als Gedankenleser und Gefühlsspion verblüfft, mitunter aber auch Hokuspokus veranstaltet.
#Coaching #Organisationsberatung #Verbesserung #Management
