Agile Cops, Part 2

Dass sich dem proklamierten Drama auch positive Seiten abgewissen lassen, behauptete ich in meinem letzten LOOPing. Das erinnert vielleicht an die typisch wienerische Art, sich „a scheene Leich“ zusammen zu dichten. Die Praxis zeigt jedoch, dass ein solches Begräbnis auch eine Vielzahl neuer Möglichkeiten eröffnet:

  • Einen pragmatischen Einsatz „agiler“ Praktiken statt methodischem Overhead

  • Messbare Verbesserungen statt leerer Rituale

  • Rasch umsetzbare Maßnahmen statt komplizierten Blaupausen (so SAFe sie auch klingen mögen)

  • Kurze Veränderungs-Etappen statt langfristige Roadmaps

  • Fach- und hierarchieübergreifende Zusammenarbeit statt agilem Expertismus

  • Eine unternehmens- und businessorientierte Sprache statt agilem Jargon

Alles in allem erscheint mir im Angesicht diverser Dramatisierungen jedenfalls eine gelassene Haltung angesagt — die sich dann, und sei es bloß um den Kreis zu schließen, noch einmal von den Rosenheimer:innen inspirieren lassen könnte: "Na guat, dann pack' mer's halt.“

Zurück